Über Uns- Die Gerstenhexen

 

Impulse durch die Rottenburger Fasnet:
Die Entstehung der Gerstenhexen und der Narrenzunft Gerstenhexen geht auf das Jahr 1993 zurück.
Nach dem traditionellen Fasnetsumzug begegneten sich die Dettenhäuser Otto Bauz, † 4.1.2008 , und Jochen Friedle auf dem Rottenburger Marktplatz.
Dort beschlossen sie spontan, im nächsten Jahr mit einer richtigen Holzlarve (Holzmaske) und einem Häs (Narrenkleid) in Dettenhausen aufzutreten. Für beide war es klar, dass für die Figur, die entstehen sollte, nur eine Hexe in Frage kommt. Als Dietmar Friedle von dieser Idee hörte, schloß er sich den beiden sofort an.


Dietmar Friedle

Otto Bauz   † 4.1.2008

Die Figur der Gerstenhexe:
Um der Figur einen eindeutigen Bezug zum Ort zu geben, orientierten sich ihre drei Schöpfer am Necknamen der Ortsbewohner „Gerstenkinder“.
Aus der Art der Figur (Hexe) und diesem Namen bildeten sie die Bezeichnung Gerstenhexen. Dieser Bezug wird durch zwei plastisch deutlich herausgearbeitete Gerstenähren auf der Larve symbolisiert, die sich jeweils seitlich zwischen der Schläfe und dem Kinn befinden.


Die Gerstenhexen

Das "Häs" der Gerstenhexe:
Nachdem man sich über die Form der Larve und die Gesamterscheinung der Figur einig war, ließen die Drei bei einem erfahrenen Schnitzer eine Holzlarve anfertigen, die seit dem als Modell für die einzelnen Masken dient. In der folgenden Zeit machten Sie sich die Drei an die Herstellung ihres Häses und legten hierbei das farbenfrohe Aussehen und Strohschuhe für die Gerstenhexen fest. Am Ende des Jahres beschloss auch Brigitte Friedle, in der Gruppe mitzuwirken.


Die Maske

Der erste Auftritt in Dettenhausen:
Zum „Abstauben" am 6. Januar 1994 wäre das Häs bereits tragbar gewesen, doch wollten die vier „Gerstenhexenpioniere" mit der Überraschung noch bis zum „schmotziga Dausteg" warten. An diesem Tag zeigten sich die Gerstenhexen zum ersten Mal in der Öffentlichkeit. Der erste Weg führte damals ins Rathaus zum damaligen Bürgermeister Dörr, um diesen zu entmachten.


Das Häs der Gerstenhexen

Im selben Jahr liefen die vier Gerstenhexen bereits beim Rottenburger Rommzug sowie beim Kinderumzug von Rudi I. in Dettenhausen mit. Bei der Fasnet der Musikkapelle am Fasnetssamstag machten sie einen Blitzbesuch in der Halle und konnten diese unerkannt wieder verlassen. Nachdem es gelungen war, über die tollen Tage unerkannt zu bleiben, gaben die vier Gerstenhexen erst am Abend des Fasnetsdienstag ihre Identität preis. 


Kendrfasnet 

Der Hexentanz vor dem Rathaus:
Der Hexentanz erzählt die Geschichte der Gerste im Jahresverlauf, von der Aussaat bis zur Ernte und wird musikalisch von der "Lombakabell Dettenhausen" begleitet.
Bereits im ersten Jahr zeigte sich, dass der Rathausvorplatz für diesen Auftritt zu klein war, weil die Zuschauerzahl die Erwartungen bei weitem übertraf.
Aus diesem Grund findet der Hexentanz seit 1996 am „schmotzigen Daustig“ um 19.01 Uhr auf der Rathauskreuzung statt. Alljährlich finden sich viele Zuschauer beim schon traditionellen Hexentanz ein, um den schaurig-schönen Tanz der Gerstenhexen mitzuerleben.

 
Der Hexentanz

Schaurig schöner Hexentanz

Die Zunft und die eigenen Rituale:
Aus sachlichen und organisatorischen Gründen gründeten die Hexen
1997 einen eigenen Verein. Dieser trägt den Namen
„Narrenzunft Gerstenhexen Dettenhausen 1993 e.V."

Im ganz frühen Morgen des 6.Januar 1998 fand erstmals das
Hexen holen statt. Mit diesem Ritual werden die neuen Hexen
offiziell in die Hexengruppe aufgenommen.
Durch das Klotzziehen beweisen die jungen Hexen, dass sie
ordentliche Hexen sind. Als Lohn für die Anstrengung und als
Auslösung für den Klotz erhalten
die jungen Hexen ein Ei und eine Wurst zur Stärkung für die
kommenden närrischen Tage. Anschließend feiern alle Hexen
zusammen mit Fans und Interessierten den Beginn der neuen
Saison bei Glühwein, Ei und Wurst.
Im Laufe des 6. Januar folgt dann das Abstauben.
Hierbei werden die öffentlichen Gaststätten durch die Gerstenhexen
vom Staub befreit.


Das Pflockziehen


Das Abstauben

Der Verein hat derzeit über 100 Mitglieder, davon sind mehr als 60 Maskenträger.

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